How-To


		
						
	
		

					
			
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Das American Imperial India Pale Ale sowie die namensverwandten American Double IPA, American Double Imperial IPA, Extra IPA, American Stock Ale und ähnliche terminologische Permutationen sind im Grunde Steigerungen des American IPA und gehören damit in die bei den amerikanischen Craft Brauern so beliebte Gruppe der „extremen“ Biere. Ein Imperial IPA wird im Wesentlichen genau wie ein American IPA gebraut, nur wesentlich stärker in Bezug auf die Parameter Bittere und Alkoholgehalt. Eine Rezeptinspiration von Horst Dornbusch.

Die verschiedenen „American“ und „Imperial“ Biere sind kaum klar voneinander zu unterscheiden, da deren Parameter sich in der Praxis oft überlappen. Der charakteristische und dominante Geschmack aller amerikanischen „Imperial“ IPAs – ähnlich wie bei den American Pale Ales und American IPAs – kommt von amerikanischen Hopfensorten mit starken Zitrus-Noten. Manchmal sind die Hopfenkompositionen, wie im Extreme Ale geradezu verrückt! Auch geben die Amerikaner oft mehr Alphasäure in die Würze als in ihr lösbar ist. Man liest daher gelegentlich auf den Etiketten Bitterwerte von 120 bis sogar 160 BE. In der hier benutzten Rezeptur für ein American Imperial IPA wurde diese bizarre Hopfung aufgegriffen. Dazu kommen die beiden traditionell am meisten gebrauchten amerikanischen Craft Bier-Hopfensorten, Cascade und Centennial, zur Anwendung.

 

American Imperial IPA: Torpedo von Sierra Nevada
American Imperial IPA: Torpedo von Sierra Nevada

 

Das sagt das Rezept

Stammwürze: 22,5 Prozent
Restextrakt: 5,5 Prozent
Bittereinheiten: 120 BE
Farbe: 45 EBC
Alkohol: 9 Volumenprozent

 

Zutaten (gerundet) bei einer Sudhausausbeute von rund 65 Prozent für 20 Liter:

Malz Prozent kg
Pale Ale 62,5 4,71
Melanoidin 12,5 0,84
Carahell® 12,5 0,84
Carapils® 12,5 0,84
Gesamtschüttung 100 7,23

 

Hopfen Prozent Alpha g
Bitter: Cascade 5,5 100
Flavor: Centennial 10 70
Aroma: Cascade 5,5 140
Hopfenstopfen: Cascade (Dolden) 5,5 100

 

Hefe Amerikanische obergärige Hefe, z.B. Chico (U.S. 56 bzw. Safale US-05)

 

Infusionsverfahren. Einmaischen bei der Einfachinfusion bei 66 °C. 45 min Rast. Maische nicht mehr rühren! Im Kreislauf pumpen, bis die Würze blank läuft. Abläutern. Während des gesamten Abläuterns Maische langsam mit 82 °C Brauwasser überschwänzen. Dabei sollte der Wasserspiegel über der dicken Maische nicht unter 5 cm absinken. U.U. Überschwänztemperatur so justieren, dass die Maischetemperatur konstant bei 76 °C ± 1 °C bleibt. Kochen 90 min. Bitterhopfen nach 15 min Kochzeit. Flavor-Hopfen nach 80 min. Aromahopfen in den Whirlpool. 30 min Whirlpool. Gärung 7 Tage bei 18 °C bis 21 °C. 2 Tage Diacetylrast bei etwa 18 °C bis 20 °C. Temperatur wenn möglich auf 10 °C oder niedriger herunterfahren. 1 Tag sedimentieren lassen. Schlauchen. Zum Hopfenstopfen den Cascade (Dolden) in einem Musselinsack in die kalte Würze hängen. Nachgärung 2 bis 3 Wochen. Schlauchen. Lagern 2 Wochen. Mit CO2 anreichern. Abfüllen.

 

Das sagst du!

Zu crazy oder doch noch nicht genug Hopfen? Wenn du dich ebenfalls am Erhalt der Hopfenwirtschaft durch verrückt gehopfte Biere beteiligst (und auch, wenn nicht), dann freuen wir uns auf deine Kommentare unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.