Portraits


		
						
	
		

					
			

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Beim Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel (IGL) innerhalb der Studienfakultät Brau- und Lebensmitteltechnologie der TU München in Weihenstephan haben Studierende die Möglichkeit, ein Lebensmittel oder Getränk zu entwickeln und idealerweise bis zur Marktreife zu bringen. Das diesjährige Finale findet am 30. Oktober in Weihenstephan statt. Wir geben den Finalisten die Möglichkeit, sich selbst und ihr Produkt auf GradPlato vorzustellen. Heute: Team neomyces und ihr alkoholfreies Bier Wave.

 

Alkoholfreies Bier, was fällt euch dazu ein? Brenzliger Nachgeschmack, leerer Körper, wässriger Eindruck? Die Liste scheint lang und rundum kein Vergleich zu alkoholhaltigen Vertretern. Meint ihr? Dann probiert mal Wave. Wave vergleicht sich nicht mit Bier, sondern steht für einen komplett neuen Ansatz. Reinheitsgebot und Innovation werden miteinander vereint. Heraus kommt ein alkoholfreies Bier mit angenehmer Säure. Alles gebraut innerhalb der Möglichkeiten des Reinheitsgebotes.

 

Wie es dazu kam

Das Team neomyces besteht aus Benjamin, Ferdinand, Lion und Nick, vier Braustudenten aus Weihenstephan, und Julian, Betriebswirtschafts-Student aus Mittweida. Alle stehen kurz vor dem Ende ihrer akademischen Ausbildung und wollten ihrer Lust am zwanglosen Brauen freien Lauf lassen.

 

Wave - das alkoholfreie Bier von Team neomyces

 

Im Zuge des Innovationswettbewerbs für Getränke und Lebensmittel (IGL) der Technischen Universität München in Weihenstephan haben sie sich lange Zeit Gedanken gemacht, mit welchem Produkt sie an den Start gehen wollen. Die Teilnahme stand jedoch immer außer Frage. Schließlich haben sie zu fünft, für die aktuelle Runde des IGL, das Team neomyces gegründet.

Dabei stand die Überlegung im Vordergrund, technologisch anspruchsvoll in einen Markt einzusteigen, der noch viel Potenzial bereithält. Wie kürzlich in der FAZ zu lesen war, haben alkoholfreie Craft Biere ihren industriellen Vettern geschmacklich einiges voraus (blogs.faz.net).

In den Punkten Nachfrage und Absatzvolumen ist alkoholfreies Bier das einzige in Deutschland noch wachsende Segment in der Bierbranche. Das Team hat sich zur Aufgabe gestellt, diese Nische noch weiter zu revolutionieren und mit einem innovativen Produkt das Angebot im Bereich der alkoholfreien Biere neu zu gestalten. Jeder im Team glaubt daran, dass es bessere und gesündere Alternativen zu herkömmlichen Erfrischungsgetränken geben kann. Alle, die sich an heißen Sommertagen, nach dem Sport, während einer Wanderung oder einfach zwischendurch ein erfrischendes Getränk wünschen, können sich in Zukunft auf Wave freuen.

 

Mit Glucose-negativer Hefe vergoren

 

Damit wird nicht nur eine breite Zielgruppe angesprochen, sondern auch versucht, das alkoholfreie Bier in ein neues Licht zu stellen.

Mit seinem jungen, sportlichen und kreativen Design wird Wave nicht umgehend mit Alkohol in Verbindung gebracht und kann somit auch bedenkenlos zu diversen Anlässen getrunken werden. Von der Mittagspause mit Kollegen bis zum entspannten Feierabend im Englischen Garten … den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Trotz des neuen und frischen Images von Wave, ist der Inhalt sowie die Herstellung unseres Getränks aufgrund der Einhaltung des Reinheitsgebots absolut transparent und für jeden nachvollziehbar.

Ferdinand Gutsch: „Bei uns gibt es keine versteckten Inhaltsstoffe, deren Beschreibung nicht jeder auf den ersten Blick versteht. Wir stehen zu den Werten der deutschen Bierkultur. Damit wollen wir auch eine Brücke zwischen Innovation und Tradition bauen, die es unseren Kunden erleichtert, uns von Anfang an zu verstehen.”

Weil wir aus eigener Erfahrung wissen, dass digitale Information und Präsenz besonders bei Konsumgütern einen hohen Stellenwert besitzen, haben wir gemeinsam eine Website und einen Instagram-Kanal ins Leben gerufen, womit wir jedem die Möglichkeit geben, sich über unser Produkt und unser Team zu informieren: www.neomyces.com

 

Die Herstellung

Der auf Malzbasis hergestellten Würze lässt sich eine probiotische und bekömmliche Wirkung durch energiereiche Kohlenhydrate, Polyphenole, essentielle Aminosäuren, Vitamine und Mineralien nachsagen. Ein Ansäuern der Würze mit Hilfe von Milchsäurebakterien (Sauergut) ist für die mikrobielle Stabilität unerlässlich. Die nachfolgende Gärung wird mittels einer Maltose-negativen Hefe, im Fall von Wave der Saccharomycodes spp. Ludwigii, durchgeführt. Diese vergärt nur Einfachzucker und lässt die Maltose noch intakt. Allerdings wird der „Würzegeschmack“ von dieser Spezialhefe abgebaut und das Bier mit einem fruchtigen Geschmacksprofil versehen. Dieser fruchtige Aromaeindruck wird durch ausgewählte deutsche, amerikanische und australische Hopfensorten ergänzt. Durch viele Experimente konnte das Team die für sie richtigen Hopfengaben herausfinden.

 

Produktpräsentation bei der Vorrunde des IGL in Weihenstephan
Produktpräsentation bei der Vorrunde des IGL in Weihenstephan

 

Im Laufe des Entwicklungsprozesses ergaben sich allerdings auch einige Schwierigkeiten. Zu diesen zählen vor allem die mikrobiologische Anfälligkeit der Würze sowie die langsame Gärgeschwindigkeit der Sacc. spp. Ludwigii.

Lion Beck: „Trotz einiger Fehlversuche haben wir nie das ‘Braupaddel ins Bier geworfen’ und kapituliert, sondern die immer neu auftretenden Herausforderungen gelöst und sind so zu unserem Wave gekommen.”

Team neomyces: „Für uns ist Wave ein mit viel Arbeit und Kreativität hergestelltes Produkt, welches mit dem erlangten Wissen der letzten Jahre und viel ‘learning by doing’ entstand. Dabei steht für uns die Innovation sowie der Gedanke an einen attraktiven Markt stets im Vordergrund.”

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