How-To


		
						
	
		

					
			

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Das Tripel/Triple ist ein Starkbier, das sich vom Dubbel/Double im Wesentlichen durch den fast ausschließlichen Gebrauch von Pilsner Malz in der Schüttung unterscheidet. Damit gewinnt das Bier sein charakteristisches gold-bernsteinfarbenes Aussehen. Das hier von unserem Autor Horst Dornbusch vorgestellte Rezept ist für ein Bier mit etwa 15,5 Prozent Stammwürze ausschließlich aus der Malzschüttung.

Zusätzlich erhält das Bier eine Zugabe von etwa 3,5 kg/hl weißen, komplett vergärbaren Zucker, welcher die Dichte der Würze beeinflusst, aber praktisch keinen Einfluss auf die Bierfarbe oder den Biergeschmack hat. Es können auch andere mehr oder weniger vergärbare Zuckerarten oder Sirupe oder auch belgischer Spezial-Kandis-Brauzucker mit mehr oder weniger Farbstoff verwendet werden. Nach der Zugabe des Zuckers steigt der Stammwürzewert in der Pfanne auf etwa 18,75 Prozent. Nach Ablauf der Gärung beträgt der Restextrakt etwa 2,5 Prozent. Der Zucker erhöht somit den Alkoholgehalt des fertigen Bieres (gerundet) um ungefähr 1,7 Prozentpunkte von 6,9 auf etwa 8,6 Prozent.

 

Werbeplakat Orval vermutlich 1920
Werbeplakat der belgischen Trappisten-Brauerei Orval, in der seit 1932 Triple gebraut wird

 

Das sagt das Rezept

Stammwürze: 18,75 Prozent (nach Zuckerzugabe)
Restextrakt: 2,5 Prozent
Bittereinheiten: 34 BE
Farbe: 15 EBC
Alkohol: 8,6 Volumenprozent

 

Zutaten (gerundet) bei einer Sudhausausbeute von rund 65 Prozent für 20 Liter:

Malz Prozent kg
Pale Ale oder Pilsener 96 4,86
Abbey Malt® 2,5 0,12
Carabelge® 1,5 0,07
Gesamtmalzschüttung 100 5,05

 

Hopfen Prozent Alpha g
Bitter: Magnum 13,5 5
Flavor: Tettnanger 4 50
Aroma: Steirischer Golding 5,25 34

 

Hefe Belgische, alkoholtolerante, untergärige Spezialhefe

 

Einfaches Infusionsverfahren. Einmaischen bei 67 °C. Rast 90 min. Im Kreislauf pumpen, bis die Würze blank läuft. Abläutern. Kochen 120 min. Bitterhopfen nach 15 min Kochzeit; Flavor-Hopfen nach 100 min. Aromahopfen nach 110 min. Zuckerzugabe 5 min vor Kochende. Whirlpool 30 min. Hauptgärung 5–7 Tage bei 15–21 °C (hefeabhängig), Schlauchen. Nachgärung 3–5 Wochen bei 0–5 °C. Etwa 250 g Zucker pro Hektoliter Bier (bzw. 2,5 g pro Liter Bier) in etwa 20 ml heißem (sterilem) Wasser lösen und dem fertig vergorenen Bier zugeben. Frische Hefe zugeben. Unter Druck (gespundet) im Gärbehälter für einen Tag nachgären lassen. CO2 etwa 4,2 g/l. Abfüllen. Dann 3 Wochen in Flaschen oder Fässern bei etwa 21 °C nachgären lassen; danach 3–4 Monate dunkel bei 10–15 °C reifen lassen.

 

Das sagst du!

Du hast ein Triple gebraut und bist stolz auf das Ergebnis? Am Ende hast du dazu sogar unseren Rezeptvorschlag benutzt oder diesen abgewandelt? Lass uns daran teilhaben! Schick uns ein Bild und eine kurze Rezeptbeschreibung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Betreff „Bierrezept“. Deine Idee könnte dann gleich neben unserem Rezeptvorschlag stehen. Wir sind gespannt!