How-To


		
						
	
		

					
			
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Als Kategorie landet das englische Dark Ale irgendwo zwischen dem (irischen) Brown Ale, dem Red Ale, dem Scotch Ale, dem Porter und dem Stout. Es ist jedoch schwierig, dieses Bier theoretisch oder praktisch von seinen Nachbarbiersorten abzugrenzen. Die Inspiration für dieses Rezept stammt aus dem Buch Die Biersorten der BRAUWELT von Horst Dornbusch, das bei uns im Fachverlag Hans Carl erschienen ist.

Trotzdem findet man den Begriff „Dark Ale“ auf vielen Etiketten. Die Farbbezeichnung „dunkel“, die dem Bier seinen Namen gibt, ist vielleicht auch das wichtigste Definitionskriterium. Es liegt auf der britischen Sortenpalette etwa dort, wo in Deutschland das bayerische Dunkel liegt. Ein Dark Ale hat Farbwerte von vielleicht 75 bis 85 EBC. Im Vergleich dazu hat ein klassisches, englisches Brown Ale Farbwerte von vielleicht 60 EBC und ein Porter oder Stout Farbwerte von bis zu 250 EBC. Die Färbung des Dark Ale ist relativ einfach durch Manipulation der Brown-Ale-Schüttung zugunsten von mehr oder weniger gerösteter roher Gerste und mehr oder weniger Carafa® I erzielbar. Hier wurde der Einfachheit halber eine Schüttung sowohl aus deutschen als auch aus englischen Malzen spezifiziert, wobei die kleine Menge an Rauchmalz bewusst die rauchige Komponente des althergebrachten englischen Brown Malt imitiert.

 

Dark Ale der Fort Garry Brewing Company in Winnipeg Manitoba, Kanada
Dark Ale der Fort Garry Brewing Company in Winnipeg Manitoba, Kanada

 

Das sagt das Rezept

Stammwürze: 12 Prozent
Restextrakt: 3 Prozent
Bittereinheiten: 22 BE
Farbe: 78 EBC
Alkohol: 4,8 Volumenprozent

 

Zutaten (gerundet) bei einer Sudhausausbeute von rund 65 Prozent für 20 Liter:

Malz Prozent kg
Pale Ale 72 2,78
Crystal bzw. Caraamber® 13 0,50
CaraMünch® III 9 0,34
Rauchmalz 3 0,11
Carafa® 1,5 0,06
Röstgerste 1,5 0,06
Gesamtschüttung 100 3,85

 

Hopfen Prozent Alpha g
Bitter: Bramling Cross 6 25
Aroma: Golding 5 4

 

Hefe Londoner Ale-Hefe

 

Einfaches Infusionsverfahren bei 68 °C. Rast 30 min. Zum Abläutern im Kreislauf pumpen, bis die Würze blank läuft. Langsam mit 82 °C Wasser überschwänzen und abläutern. Dabei die Maischetemperatur auf 76 °C ± 1 °C (aber nicht höher) hochfahren. Kochen 60 min. Bitterhopfen nach 5 min. Aromahopfen in den Whirlpool (30 min). Hauptgärung etwa 7 Tage bei 16–21 °C (abhängig von Hefe). Schlauchen. Nachgärung etwa 14 Tage. CO2-Gehalt liegt bei etwa 3–4 g/l.

 

Das sagst du!

Bist du ein Liebhaber dunkler, röstiger, rauchiger Biere? Was macht für dich das perfekte Dark Ale aus? Wie ist deine Interpretation unserer Rezeptinspiration gelungen? Wir freuen uns auf deine Kommentare unter info (at) gradplato.com!